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Sa., 16. März 2019 | 10-17:30
Sokrates: Der Ursprung des Dialogs und seine kulturellen Konsequenzen
4. Reihe Studientage DIALOGISCHE KULTUR
Heidelberg

Sokrates: der Ursprung des Dialogs und seine kulturellen Konsequenzen

Sokrates hat den Dialog als spezifische Form der Gedankenführung geschaffen, die seinen neuartigen Anforderungen an das Denken präzise entspricht. Sie unterscheidet sich von allem, was nach ihm bis heute als „Dialog“ fortwirkte. Diesen Zusammenhang zu betrachten, wird ein Schwerpunkt des Studientages sein. Ein weiterer Schwerpunkt: Sokrates stellt sich damit nicht nur dem Establishment im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. gegenüber, sondern auch besonders der damals neu aufkommenden Denkrichtung der Sophistik. Wo liegen die Unterschiede? Was spricht sich darin aus?

Schließlich: Die geistesgeschichtliche Nachwirkung der Sophistik ist bis heute nie wieder verschwunden und seit wenigen Jahrzehnten erneut tonangebend geworden im Radikalen Konstruktivismus. Er vertritt die Auffassung, dass uns die (natürliche) Welt, in der wir zu leben meinen, nur in vermittelter Form zugänglich ist und sich als solche prinzipiell der Erkenntnis entzieht. Bei näherer Betrachtung zeigt sich bis ins Einzelne, dass die Denkweise des Radikalen Konstruktivismus ihren Ausgang in der Sophistik des fünften vorchristlichen Jahrhunderts genommen hat. – Damals trat Sokrates der Sophistik energisch entgegen. Wer "gibt" eigentlich heute den Sokrates?

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Dialogische Kultur eine besondere Aktualität.

Der Anmeldeschluss war Montag, 11. März 2019 (Ihre Anmeldung kann möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.)

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Für einen Mittagsimbiss und Getränke während der Pausen ist gesorgt.

Teilnahmebeitrag: Höhe nach eigener Einschätzung.
Anmeldung: online (s.o.)
Ansprechperson: Paula Kühne p.kuehne@hardenberginstitut.de
Tel.: +49 6221 28486 Fax: 21640 Hauptstr. 59 69117 Heidelberg